Das Opernhaus Leipzig, das ein musikalisches und tänzerisches Erlebnis für Groß und Klein bietet, geht auf eine weite Tradition bis ins Jahr 1693 zurück. Als drittes bürgerliche Musiktheater in Europa – neben Hamburg und Venedig, nahm das Opernhaus am Brühl in der heutigen Ritterpassage seinen Anfang. Neben Gastspielen italienischer Gruppen, der Geburt des deutschen Singspiels im Jahr 1752, zahlreichen romantischen Opern und einigen Standortwechseln begann im Jahr 1840 die bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester, das seit jeher Ballett und Oper stimmungsvoll untermalt. Durch Spendengelder finanziert, feierte am 28.01.1868 das „Neue Theater“ im klassizistischen Stil auf der Nordseite des Augustusplatzes seine Eröffnung. Nachdem im Jahr 1912 die Sparte Oper im „Neuen Theater“ verblieb und das Schauspiel in das „Alte Theater“ auf die Rannische Bastei umzog, wurden beide Gebäude bei einem Luftangriff vom 03.12. zum 04.12.1943 zerstört. Der Spielbetrieb des Opernensembles wurde jedoch schnell im Haus Dreilinden, heute auch besser bekannt als „Musikalische Komödie“, fortgesetzt und feierte dort große Erfolge, wie „Orpheus und Eurydike“. Nach zahlreichen unbefriedigenden Ausschreibungen wurde der Neubau des Opernhauses unter den Architekten Kunz Nierade und Kurt Hemmerling ab dem 02.01.1956 für Gesamtkosten von 44,6 Millionen Mark aufgenommen. In hellen Pirnaer Sandstein gekleidet, ausgeschmückt mit Friedenstauben am 350m langen Attikageländer, zahlreichen Theatersymbolen und Staatsembleme der DDR über den Erdgeschossfenstern wurde das heutige 7-geschossige Opernhaus mit 680 Zimmern, in Form einer Stufenpyramide und einer Höhe von 52 Metern am 08.10.1960 festlich eingeweiht. Ein imposantes Gebäude, was seine Wirkung insbesondere bei Nacht entfaltet und mit festlichem Licht zu Ballet und Oper einlädt.

 

Text und Bild: Annelie Wöhlert

Quelle und noch mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Opernhaus_Leipzig