Welche
Folgen hat die Aussetzung der Wehrpflicht?
Am 24. Februar 2011
veranstaltete der CDU OV-Mitte eine Podiumsdiskussion zu
den Auswirkungen der Strukturreform der
Bundeswehr auf die Arbeit der Sozial- und Freiwilligendienste. Als
Podiumsgäste
diskutierten mit uns Harald Fugger, Brigadegeneral a.D., Joachim Holz,
Rechtsanwalt, Fregattenkapitän
i.d.R. und Beauftragter der Bundeswehr für die zivil-militärische
Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig, Felix Döhler, Kreisvorsitzender
der
Jungen Union und Philipp Thyssen, Stadtbeauftragter des Leipziger
Malteser
Hilfsdienstes.
 |
v.l.n.r.:
Felix Döhler, Harald Fugger, Dieter Deissler, Joachim Holz, Philipp Thyssen. |
Herr Fugger schilderte die Notwendigkeit der
Strukturreform und der
Erschaffung von modernen, flexiblen und effizienten
Heeresstrukturen, die für die neuen
Aufgabenstellungen an die Bundeswehr erforderlich werden. Eine der
Hauptveränderungen
im Rahmen der Strukturreform ist die Aussetzung der Wehrpflicht.
Herr Holz sprach über die
Wehrpflicht, die unter den heutigen Bedingungen kaum noch mit den
Grundsätzen
unserer Verfassung zu vereinbaren ist. Allerdings
zeigte er auch die Schwierigkeiten auf, die sich in diesem Zusammenhang
für die
Katastrophenschutzkräfte ergeben. In Zukunft wird es schwieriger,
freiwilliges
Personal für den zivilen Katastrophenschutz zu akquirieren. Bisher
rekrutierten der
Reservistenverband, das THW und verschiedene Sozialdienste ihre
Mitstreiter und
Kameraden aus dem Kontingent der Wehr- und Zivildienstleistenden.
Bei den Sozialdiensten
könnte die jetzige Situation zu Engpässen im Bereich der Altenpflege
führen, so
Thyssen.
Herr Döhler sprach aus
Sicht der jüngeren Generation mögliche Lösungen für die entstandenen
Probleme
an. So könnte durch die gezielte Anreizsetzung, z. B. durch innovative
Entlohnungsmodelle oder die Anrechnung von Leistungen im
Freiwilligendienst auf
die Ausbildung, die Lage entspannt werden.
Der OV-Mitte wird die
Entwicklungen auf diesem Gebiet weiterverfolgen und an der Lösung der
im
kommunalen Bereich entstehenden Probleme mitwirken.
Wir bedanken uns bei
unseren Podiumsteilnehmern und zahlreichen Gästen für eine interessante
und
lebhafte Diskussion.
|