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Der Frühling ist da, doch eine aktualisierte Sondernutzungssatzung hat Leipzig
immer noch nicht

 

Am 24.03.2011 diskutierten (s. auf dem Bild v.l.n.r.)
  – Helmut Loris, Leiter des Ordnungsamtes Leipzig
 – Erwin Geyer, Vertreter des Verkehrs- und Tiefbauamtes Leipzig
  – Volker Bremer, Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
 – Axel Hüpkes, Vorsitzender des Vorstandes DEHOGA Leipzig
  – Mauro Bartolini, Osteria Don Camillo & Peppone
moderiert von Stadträtin Dr. Sabine Heymann im Café Pascucci miteinander.

Bundeswehrreform

Nach unserer Diskussion fordern wir:

   1. schnellere Fertigstellung der Satzung, in jedem Falle kurzfristig einen Zeitrahmen nennen,
   2. nur ein Amt als Ansprechpartner für den Antragsteller – fungiert gleichzeitig als Koordinator
   3. finanzielle Belastung muss vertretbar sein – auch angesichts anderer Belastungen für die Lokale (u.a. Grundsteuer)
   4. vereinfachte Antragstellung, keine separate Besteuerung für jedes „Möbel“
   5. Bestandsschutz

Oberflächlich gesehen sind sich alle einig, dass Freisitze in Leipzig unbedingt gewollt sind. Doch dann fragt man sich, warum es nun schon drei Jahre dauert, um in der Sondernutzungssatzung die Rahmenbedingungen dafür überschaubarer zu gestalten. Wann gibt es flexiblere Lösungen für die Verlängerung der Konzession von Freisitzen, wenn das Wetter auch noch im Oktober / November ins Freie lockt, was zum Zeitpunkt der Beantragung nicht absehbar ist.

Auch sind sich alle einig, dass die sichere Nutzung des öffentlichen Raumes (Gehwege und Plätze) Vorrang haben soll. Doch warum muss es weiterhin ein kompliziertes und damit schwer kontrollierbares Verfahren an Einzeltatbeständen geben? Jeder Blumenkübel, jeder Fahrradständer, Papierkorb und jede Werbetafel wird einzeln betrachtet. So kann es passieren, dass zusätzlich zur Freisitzfläche Gebühren für weitere Einrichtungen auf dieser Fläche anfallen.

Es ist geübte Praxis, dass im Rahmen der Genehmigungen von Veranstaltungen ein Amt, hier das Ordnungsamt, die Federführung hat und den Antragsteller unterstützt. Doch bei der Genehmigung von Freisitzen streiten sich die Ämter immer noch um die Federführung, darum ist es hier die Praxis, dass der Antragsteller nicht selten von einem Amt zum anderen geschickt wird.

Genereller Wunsch der Betreiber von Freisitzen ist es, dass akzeptiert, dass der Freisitz nicht der Vergrößerung des Gastraumes gleich kommt. Für den Gastronomen vermehren sich die Aufwendungen in der Freisitzsaison nur: längere Wege, zusätzliches Personal, zusätzliche Möblierung, zusätzliche Gebühren. Damit das Vergnügen ein beiderseitiges ist, dann ist es auch erforderlich angenehme Bedingungen für die Nutzung des Freisitzes zu schaffen, wie die konsequente Umsetzung der autoarmen Innenstadt.


Dr. Sabine Heymann




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