|
Riesiges Interesse an Kirchenneubau St. Trinitatis Riesiges Interesse bei den
Leipziger Bürgern fand am 28. Oktober 2010 eine Informationsveranstaltung zum
Neubau der neuen Propsteikirche, die auf Initiative des CDU-OV Leipzig Mitte
stattfand. Über 100 neugierige Zuhörer drängten sich im ehrwürdigen Alten
Konferenzsaal der Deutschen Bank am Martin-Luther-Ring. Von hier aus war sogar
ein Blick auf das zukünftige Baugrundstück möglich, weshalb auch dieser
Veranstaltungsort von Dieter Deissler
gewählt wurde.
„Mir ist es sehr wichtig,
dass wir die Bürger rechtzeitig informieren, ihnen frühzeitig den Entwurf
erläutern und sie bei der gesamten Baumaßnahme einbinden“, so begrüßte Dieter Deissler, der Vorsitzende der CDU
Leipzig-Mitte, die vielen Besucher. Benedikt Schulz vom Architektenbüro Schulz
& Schulz des Siegerentwurfs, Pfarrer Giele von der Gemeinde der alten
Propsteikirche und andere Referenten beleuchteten das Projekt von allen Seiten
und beantworteten kompetent und charmant die zahlreichen und mitunter auch
kritischen Fragen des Auditoriums. Diese reichten vom energetischen Konzept und
der städtebaulichen Wirkung der Fassade über die Anfälligkeit des Innenhofes
für Vandalismus bis hin zu der Frage, ob die Übernahme einer nicht mehr
genutzten evangelischen Kirche den Neubau verzichtbar gemacht hätte.
Nach dem Entscheid des
Architektenwettbewerbes und der Vergabe des Auftrages an die Siegerarchitekten
folgt nun die Planungsphase mit Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung. Diese
Zeit ist davon geprägt, dass aus den noch allgemeinen Entwurfsideen konkrete
Planungen werden. Dabei gilt es, ins Detail zu gehen, Alternativen abzuwägen,
um die besten Lösungen zu finden, konkrete Berechnungen anzustellen und viele
Absprachen mit Projektbeteiligten und Kooperationspart- nern (wie zum Beispiel
die Stadt oder die Anrainer am Baugrundstück) zu treffen. Besonders interessant ist
dabei, dass der Kirchenraum keine Altarstufen besitzen wird. Um dennoch eine
gute Sichtbarkeit der liturgischen Orte von allen Plätzen des Kirchenraumes zu
garantieren, wird der Bereich, in dem sich die Bänke befinden, leicht geneigt. Zwei weitere wichtige
Themen rücken in den nächsten Monaten in das Zentrum der Planungsarbeiten: das
ist zum einen die künstlerische Gestaltung der liturgischen Orte (Altar, Ambo,
Kreuz, Taufstein, Tabernakel und Priestersitze) und des Kirchenfensters. Es ist
geplant, diese Aufgabe durch einen Kunstwettbewerb umzusetzen.
Architekt Benedikt Schulz„Es war uns ein besonderes
Anliegen, die neue Propsteikirche aus dem Organismus der umgebenden Stadt
heraus zu entwickeln, sie soll sich wie selbstverständlich einfügen. Ihre
Präsenz erhält sie durch den hohen Kirchenbaukörper und den Kirchturm, vor
allem aber durch die einladende Offenheit des Pfarrhofs. Mit seiner Hülle aus
gemauertem Rochlitzer Porphyr bekennt sich der Bau zu Region und Tradition. Das
maßgeschneiderte Nachhaltigkeitskonzept wird dem gebotenen Umgang mit der
Schöpfung gerecht." |  | | Autor: Schulz & Schulz |
zwei Zitate von Pfarrer
Gregor Giele: „Wir wollen als katholische
Christen wieder mitten in der Stadt Leipzig wahrgenommen werden." „Die neue Propsteikirche
ist ein spirituelles Angebot nicht nur für die Gemeindemitglieder, sondern für
die Menschen und Gäste der Stadt Leipzig." „Dieses Angebot ordnet sich
ein in eine versöhnte Vielfalt in unserer Stadt."
Am Ende blieb der Eindruck,
dass dieses über die Stadtgrenzen hinaus beachtete Projekt wohl überlegt
geplant wurde und bei den Beteiligten in guten Händen liegt.
|